Telearbeit

Unterteilt in:
– Mobile Telearbeit: Hier sind Außendienstler mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, gleich welcher Art, mit Ihrer Zentrale verbunden.
– Telecenter: Hier werden dezentrale Büroräume vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, in denen Angestellte verschiedener Betriebsstätten beschäftigt sind.
– Teleheimarbeit: Der eigentliche Kernbereich. Hier arbeitet der Angestellte räumlich und organisatorisch losgelöst von der Organisation des Arbeitsgebers zu Hause. Telearbeit und Arbeitnehmerschutzvorschriften
Zunächst findet das sog. Heimarbeitsgesetz (HAG) Anwendung. Sofern in dem betreffenden Unternehmen ein Betriebsrat besteht, werden die Heimarbeitsverhältnisse außerdem häufig Gegenstand von Betriebsvereinbarungen sein. Betriebsvereinbarungen sind Verträge zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat und die Inhalte können unterschiedlich sein.

Damit der Telearbeitsplatz unter das HAG fällt, sind folgende Voraussetzungen notwendig (§2 HAG):
– der Teleangestellte muss ausschließlich zu Hause arbeiten
– er muss dem Arbeitgeber ein konkretes Arbeitsergebnis schulden
– der Arbeitgeber muss die Arbeitsergebnisse aus- und verwerten dürfen.

Heimarbeitsverhältnisse genießen wie normale Arbeitsverhältnisse alle arbeitnehmerrechtlichen Schutzvorschriften.
– Selbstständige Tätigkeit und Angestelltenverhältnis. Da der Umfang der Einbindung in die Arbeitsorganisation des Arbeitgebers ein entscheidendes Kriterium dafür ist, ob der Telearbeiter Angestellter oder selbstständig tätig ist, müssen anhand dieses Umstandes folgende Abgrenzungen vorgenommen werden:
– zwischen selbstständiger Tätigkeit und Angestelltenverhältnissen,
– zwischen normalen Angestelltenverhältnissen und Teleheimarbeit.

Im einzelnen ist die Einbindung in die Arbeitsorganisation des Auftraggebers anhand folgender Kriterien zu beurteilen:
– der Art der Arbeitsausführung
– des Arbeitsorts
– der Arbeitszeit
– der Eingliederung in die Organisation des Betriebsinhabers.