GSM

Steht für Global System for Mobile Communication. Digitaler Mobilfunkstandard. Nahezu alle momentan weltweit betriebenen Mobilfunknetze basieren auf diesem Standard, der Telefonieren sowie Datenverkehr mit Bandbreiten von 9600 Bit/s ermöglicht. Von der Architektur her kann das GSM-System grob in drei Teile zerlegt werden. Diese drei Komponenten, von denen mehrere Ausführungen innerhalb eines GSM-Netzes existieren, kommunizieren mittels festgelegter Protokolle:

1. Das Mobile Modul besteht eigentlich aus zwei Komponenten, einmal dem Endgerät und zum zweiten den Informationen über den jeweiligen Abonnenten des GSM-Dienstes, der sogenannten International Mobile Subscriber Identity. Diese wird auf einer Smart Card, dem Subscriber Identity Modul, hinterlegt. Diese SIM-Card ermöglicht einem Abonnenten, den Netzzugriff von jedem GSM-Endgerät aus, so dass ein Endnutzer nicht an ein mobiles Endgerät gebunden ist.

2. Das Basisstationsmodul besteht ebenfalls aus zwei Teilen. Die Base Transceiver Station (BTS) und dem Base Station Controller (BSC). Die BTS beinhaltet die benötigten Radio-Empfänger für eine drahtlose Kommunikation mit den mobilen Endgeräten und stellt damit die Schnittstelle zwischen der Mobilen Station und der Basisstation dar. Eine Mobilfunkzelle wird über eine BTS definiert. Base Transceiver Stations müssen kostengünstig, vollautomatisiert und relativ portabel sein, da eine grosse Anzahl benötigt wird um eine grossflächige Netzabdeckung garantieren zu können. Der Base Station Controller ist für eine reibungslose Kommunikation zwischen verschiedenen Mobilfunkzellen verantwortlich. Er weist Ressourcen, wie z.B. verfügbare Frequenzen zu und übernimmt die Vermittlung eines Datenflusses über mehere Zellen.

3. Das Netzwerkmodul bietet über seine zentrale Komponente, das Mobile Services Switching Center, neben einem Vermittlungsservice, wie er auch in Festnetzen vorhanden ist, noch alle Funktionalitäten die speziell für mobile Datennetze benötigt werden: z.B. die gegenwärtige Position aller registrierten Abonennten, deren Authentifikationsdaten, sicherheitsrelevante Einstellungen etc. .

In den meisten europäischen Ländern, in Asien und im Pazifik erfolgt die Kommunikation (der grundlegende Standard) nach GSM900 in Form der sogenannten D-Netze. In den E-Netzen wird GSM1800 verwendet. GSM1900 wird vorwiegend im amerikanischen Raum unterstützt. Diese unterschiedlichen Standards definieren im Wesentlichen die unterschiedlichen Frequenzen, die zur Kommunikation genutzt werden. Über GSM sind derzeit Übertragungsraten von 9600 bzw. 14400 Bit/s realisierbar.